Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Rhodesian Ridgeback Care e.V.. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

RBC e.V.

Junghund

  • »RBC e.V.« ist männlich
  • »RBC e.V.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 12

Vorname: Rhodesian Ridgeback Care

Aktivitätspunkte: 440

Danksagungen: 35 / 0

  • Nachricht senden

1

Sonntag, 1. Oktober 2017, 12:56

Zwei Vereine, ein Ziel, eine gemeinsame Aktion - RR-Hündin, 15 Monate - Zuhause gesucht




Ein schönes Beispiel wie vereinsübergreifende Tierschutzarbeit funktionieren kann.


Mitte September erreichte uns ein Hilferuf einer jungen Familie, die eine 15 Monate alte Rhodesian Ridgeback Hündin bei einer angeblichen Züchterin gekauft hatte. Schnell zeigten sich bei der jungen Hündin gravierende gesundheitliche Probleme, so dass die junge Familie mit der gesamten Situation überfordert war und Hilfe benötigte. Die behandelnden Tierärzte empfahlen eine sofortige Euthanasie der Hündin. Nach kurzer Rücksprache haben unsere Vereine Rhodesian Ridgeback Care e.V. und die Rhodesian Ridgeback Jambo Hilfe e.V. beschlossen in diesem Fall vereinsübergreifend zusammen zu arbeiten und der liebenswerten Ridgeback Hündin zu helfen. Zwei Vereine für einen Hund, der Hilfe braucht! Die Rhodesian Ridgeback Jambo Hilfe stellt die Pflegestelle zur Verfügung und der Verein Rhodesian Ridgeback Care e.V. kümmerte sich um den Transport der Hündin und die anstehenden medizinischen Untersuchungen und Behandlungen. Die entstehenden Kosten teilen sich beide Vereine, denn für eine Notorganisation ist dieser Tierschutzfall eine Nummer zu groß. In den Gesprächen vor der Übernahme der Hündin fiel ein Name einer Züchterin, der unseren Vereinen nicht unbekannt war.
Es ging damals um eine eventuelle Beschlagnahmung von ca. 30 Rhodesian Ridgebacks, die aber dann nicht zustande kam. Die Hündin ist ein Resultat davon und kommt aus dieser Zucht/Vermehrung.

Wir haben die Hündin am 18.09.2017 von der abgebenden Familie übernommen. Sie war schwach und hatte nur ein Gewicht von 27 kg. Die tierärztliche Diagnose, die wir mit auf den Weg bekamen lautete Megaösophagus (krankhafte starke Erweiterung der Speiseröhre) und Aspirationspneumonie (Lungenentzündung durch Einatmen von erbrochenem Futter). Da das Thema Euthanasie im Raum stand, uns aber keine aktuellen Röntgenaufnahmen der Speiseröhre vorlagen, haben wir uns entschlossen die Hündin in der Praxis von Dr.Laube in Salzgitter weiter untersuchen zu lassen.

Eine 3-stündige Untersuchung mit mehreren Kontrastmittelaufnahmen der Speiseröhre und des Magens belegte die erste Diagnosestellung. Als Konsequenz dieser Erkrankung muss die Hündin 5-mal täglich in erhöhter Position mit stark breiiger Nahrung gefüttert werden und nach dem Fressen noch 15 Minuten auf den Hinterbeinen aufrecht stehen, damit der Nahrungsbrei der Schwerkraft folgend in den Magen rutschen kann. Ursache für einen Megaösophagus kann unter anderem auch eine Myasthenia gravis, eine Autoimmunerkrankung, sein.
(„Die Myasthenie ist eine Muskelschwäche, die typischerweise unter Belastung deutlich schlechter wird und sich in Ruhe wieder bessert. Ursache ist eine fehlgesteuerte Immunreaktion, die Myasthenie wird daher zu den sog. Autoimmunerkrankungen gezählt. Die fehlgesteuerten Antikörper bewirken eine Störung der Impulsübertragung zwischen Nerv und Muskel.“)

Hierdurch wird auch die Kontraktionsfähigkeit der Speiseröhrenmuskulatur herabgesetzt, so dass ein Transport der Nahrung in Richtung Magen nicht funktioniert. Da auch das Gangbild der Hündin auf so eine Erkrankung schließen ließ, haben wir einen entsprechenden Bluttest veranlasst. Das Ergebnis des Tests liegt gerade so an der Grenze zwischen Myasthenia gravis positiv oder negativ.
Eine entsprechende medikamentöse Therapie wurde eingeleitet und wir beobachten momentan wie sich die Hündin unter dem Medikament entwickelt.

Der erste Tag in der Obhut unserer beiden Vereine verlief wirklich aufregend für die junge Hündin. Morgens um 09.00 Uhr gestartet im Rheinland. Dann Zwischenstopp bei einer Vereinskollegin im Harzer Vorland um sich die Beine zu vertreten. Termin bei Dr. Laube in Salzgitter um 15.30 Uhr. Ende der Untersuchungen um 18.30 Uhr und dann noch 2 Stunden Fahrt zur Pflegestelle und dort auch gleich ohne Probleme mit den anderen Hunden der Pflegestelle zusammengeführt. Einfach phänomenal wie diese junge Hündin diesen Tag mitgemacht hat und auch die gesamte tierärztliche Untersuchung ohne zu murren über sich ergehen ließ.

Da eine Myasthenia gravis und daraus resultierender Megaösophagus nicht nur angeboren sein kann sondern es auch erworbene Formen dieser Erkrankung gibt, beispielsweise durch einen Tumor an der Thymusdrüse, entschlossen wir uns auf Rat von Dr.Laube zu einer weitergehenden Untersuchung in einer Tierklinik. Am 28.09.2017 wurde die Hündin von uns in der tierärztlichen Klinik Grußendorf in Bramsche vorgestellt. Ein Tumor als Krankheitsursache konnte in den Untersuchen ausgeschlossen werden. Dr. Laube und die tierärztliche Klinik Grußendorf sehen auch keinen Anlass für einen Euthanasierung der Hündin, wie es von den zuerst behandelnden Tierärzten empfohlen wurde. Mit entsprechender Pflege und etwas zeitlichem Aufwand kann der Hündin ein lebenswertes Leben ermöglicht werden. Allein dafür hat sich unser bisheriger Einsatz gelohnt.

Auch diesen Tag hat sie wieder mit Bravour gemeistert. Start um 6.00 Uhr in der Pflegestelle. Wieder in ein fremdes Auto, diesmal ein Wohnmobil. Der Fahrer war ihr vom ersten Transport aber noch bekannt, so dass sie sich gleich entspannt hinlegte und die Fahrt weitestgehend verschlief. In der Klinik gleich mal freundlich das Personal begrüßt, indem man sich mit den Vorderpfoten auf den Empfangstresen stellte. Die Position kennt sie von der Fütterung. Auch der behandelnde Arzt war ganz angetan von ihrer offenen und freundlichen Art. Den Rückweg auch wieder verschlafen um dann mit großer Freude wieder von ihrem Hunderudel begrüßt zu werden.

Seitdem die Hündin in stehender Position in kleinen Portionen gefüttert wird und anschließend noch ca.15 Minuten in aufrechter Position steht, bleibt das Futter drin und wurde nicht wieder regurgitiert und erbrochen. Sie nimmt jetzt langsam an Gewicht zu und entwickelt jetzt auch Kraft um mit den anderen Hunden in der Pflegestelle zu spielen. Sie blüht von Tag zu Tag weiter auf.

Sie hat noch einen weiten Weg vor sich, bis sie in eine neue Familie einziehen kann und beide Vereine suchen die Menschen, die mit ihrer Krankheit umgehen können.
RBC und RRJH stemmen diese Aufgabe gemeinsam, denn zusammen sind wir stärker für diese traumhafte Hündin mit ihrem Handicap. Alle medizinischen Informationen liegen uns vor und können belegt werden und werden den neuen Besitzern mit an die Hand gegeben, wir stehen immer helfend zur Seite.

Ein großes Dankeschön gilt unserer Pflegestelle. Es ist einfach unvorstellbar was hier momentan für die Hündin geleistet wird.

Wenn Sie dieser zauberhaften Ridgeback Hündin auf ihrem weiteren Weg ins neue Leben mit einer Spende finanziell unterstützen möchten so nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Den RBC e.V. erreichen Sie über Email: vorstand@r-bc.de
Die RRJH e.V. erreichen Sie über Email: anita.koba@web.de

Oder besuchen Sie unsere Webseiten www.r-bc.de und www.rhodesian-ridgeback-jambo-hilfe.org

Daniela Kallas, 1.Vorsitzende Rhodesian Ridgeback Care.e.V.
Anita Koba, 1.Vorsitzende Rhodesian Ridgeback Jambo Hilfe e.V.
»RBC e.V.« hat folgende Bilder angehängt:
  • 01.jpg
  • 02.jpg
  • 04.jpg
  • 06.jpg
  • 08.jpg

Es haben sich bereits 8 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Karsten (01.10.2017), Britta (01.10.2017), KerstinU (01.10.2017), SusanneF (01.10.2017), alicia (02.10.2017), Chinala (04.10.2017), Daniela (04.10.2017), Christin Hesselink (17.11.2017)

Chinala

Erfahrener Hund

Beiträge: 348

Aktivitätspunkte: 14635

Danksagungen: 1009 / 432

  • Nachricht senden

2

Mittwoch, 4. Oktober 2017, 13:05

Patenschaft

Wir drücken der Maus die Daumen und haben eine Patenschaft übernommen.

Es haben sich bereits 5 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Daniela (04.10.2017), Karsten (04.10.2017), KerstinU (04.10.2017), alicia (08.10.2017), Christin Hesselink (17.11.2017)

Daniela

Streuner

  • »Daniela« ist weiblich

Beiträge: 35

Vorname: Daniela

PLZ UND Wohnort: 47509 Rheurdt

Aktivitätspunkte: 2535

Danksagungen: 107 / 256

  • Nachricht senden

3

Mittwoch, 4. Oktober 2017, 13:37

Danke

Liebste Bettina...
Ich will mich ganz herzlich bei Dir/Euch bedanken für die Patenschaft und den beherzten Einsatz am Montag!!!!
Mit Menschen wie Euch macht es Spaß und Sinn, Tierschutz und Vereinsarbeit zu leisten :thumbsup:
Vielen Dank!!!!
Liebe Grüße
Daniela

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

KerstinU (04.10.2017), alicia (08.10.2017), Karsten (09.11.2017), Christin Hesselink (17.11.2017)